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Malteser Mellrichstadt

Malteser raten: Notrufnummern merken – und bei Krankheit das Richtige tun

05.02.2020
Die Malteser: die Notrufnummer 112 gilt in ganz Europa
Malteser Diözesanarzt Dr. Andreas Fleischmann rät: „Die Nummer vom Hausarzt oder die 116 117 oder die 112 - diese Telefonnummern sollten Sie immer parat haben, damit Ihnen bestmöglich geholfen werden kann!“

Würzburg. Ohne sie kommt kein Mensch durchs Leben – kleine und große Krankheiten, Schnupfen, Grippe, Herzkrankheiten und vieles mehr. Zum „Welttag der Kranken“ am 11. Februar, der gleichzeitig auch der Europäische Tag des Notrufes 112 ist, machen die Malteser in Unterfranken auf die verschiedenen Notrufnummern aufmerksam – und auf ihre Unterschiede.  

 

In kritischen und lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei Bewusstlosigkeit oder schweren Verletzungen sollte unbedingt der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 gerufen werden. Malteser Diözesanarzt Dr. Andreas Fleischmann: „Die 112 ist bereits seit den 1990er Jahren in ganz Europa der gebührenfreie ‚medizinische Notruf bei Lebensbedrohung‘“. Diese Nummer zu wählen, rettet Leben - daher sollten auch Kinder möglichst früh damit vertraut gemacht werden, so Fleischmann.

 

„In vielen Fällen ist der Rettungsdienst aber überhaupt nicht notwendig, sondern es reicht vollkommen aus, den Hausarzt aufzusuchen“, weiß Mediziner Andreas Fleischmann. Das gilt dann, wenn etwa Hausmittel, wie Pflaster oder Wadenwickel, keine Linderung bringen. „Wer unsicher ist, ob ein Arztbesuch in der Praxis oder ein Hausbesuch erforderlich ist, sollte zunächst einfach beim Hausarzt anrufen“, rät der Malteser Diözesanarzt. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten gibt es in vielen Orten Notfallpraxen, die bis in den Abend geöffnet sind. Nachts, an Wochenenden oder Feiertagen oder wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, gibt es Hilfe unter der Rufnummer 116 117. Hier steht der ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Die “116117.app“ hilft, die nächste Bereitschaftsambulanz zu finden.

Um unterscheiden zu können, welche Hilfe nötig ist, gibt Diözesanarzt Andreas Fleischmann ein paar Hinweise.

 

Hausarzt, Notfallpraxis oder die 116 117 sollten zum Beispiel aufgesucht oder angerufen werden bei diesen Krankheitssymptomen:

 

  • Erkältung mit Fieber, höher als 39 °C
  • anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen
  • akute Harnwegsinfekte
  • akute Rückenschmerzen
  • akute Bauchschmerzen

 

Der Rettungsdienst (112) sollte gerufen werden bei folgenden Notfällen:

  • Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
  • schwere Atemnot
  • starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden
  • starke, nicht stillbare Blutungen
  • Unfälle mit Verdacht auf starke Verletzungen
  • Vergiftungen
  • starke Verbrennungen
  • Ertrinkungsunfälle
  • Stromunfälle
  • Suizidversuche aller Art
  • akute und anhaltende Krampfanfälle
  • plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
  • akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände
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